Die Liste der Klöster in Bremen beschreibt die historischen und bestehenden Klöster und Konvente in der Freien Hansestadt Bremen.
Mittelalterliche Klöster und Stifte
Klöster und weitere Niederlassungen
- Es ist unsicher, ob es noch ein Zisterzienserinnenkloster St. Katharinen in Bremen gab. Dieses wurde nur einmal erwähnt, ohne nähere zeitliche Angaben. Möglicherweise war es nur ein Haus der Zisterzienserinnen aus Lilienthal oder es war ein Verwechslung mit den Beginen bei St. Katharinen.
Dom- und Kollegiatstifte
In Bremen gab es das Domstift und vier Kollegiatstifte
- Domstift St. Peter, seit etwa 800
- Kollegiatstift St. Paul, kurze Zeit bis um 1050, dann umgewandelt in Benediktinerkloster
- Kollegiatstift St. Willehadi, um 1050 bis um 1120, dann zum Stift St. Stephani vereinigt
- Kollegiatstift St. Stephani, seit etwa 1050
- Kollegiatstift St. Ansgarii
Beginen
In Bremen gab es mindestens zwei Beginenkonvente.
- Beginen am Dominikanerkloster St. Katharinen, bestanden 1258 möglicherweise bereits einige Jahrzehnte. Sie kamen meist aus der städtischen Oberschicht. Der Konvent hatte Einnahmen aus Landbesitz, einer Meierei und weiteren Schenkungen und Stiftungen. Um 1526 wurde er wahrscheinlich evangelisch. Von etwa 1660 und 1773 sind Ordnungen erhalten. Die eintretenden Frauen mussten ein Eintrittsgeld in einer festgelegten Höhe zahlen. Im 19. Jahrhundert wurde es als Catharinenstift im Schüsselkorb weitergeführt. 1912 wurde es in die Parkallee verlegt und bestand bis 1945.
- Beginen an der Stadtkirche St. Nikolai bestanden 1259, waren vorher in einem Haus gegründet worden, das vorher dem Zisterzienserinnenkloster Lilienthal gehört hatte. Dort lebten ebenfalls vor allem Frauen aus der Bremer Oberschicht. Der Beginenkonvent hatte einigen Landbesitz in Bremen und Umgebung. Um 1528 wurde er wahrscheinlich evangelisch und 1602 aufgelöst.
- Beginen am Franziskanerkloster St. Johannis, erwähnt im 17./18. Jahrhundert, möglicherweise war einer der anderen Konvente gemeint.
Die Straße Auf dem Beginenlande wurde nach dem Besitz eines der beiden Konvente benannt.
Katholische Konvente seit dem 19. Jahrhundert
- 1856 kamen die ersten katholischen Franziskanerinnen zur St.-Johannis-Gemeinde und unterrichten in der St.-Johannis-Schule bis 1803. Sie verließen Bremen, da sie hier nicht mehr im Ordenshabit unterrichten durften. Die Franziskanerinnen von Thuine übernahmen die Schuldienste und die Betreuung eines St.-Johannis-Kindergarten in Walle. Die Franziskanerinnen von Mauritz übernahmen 1869 die Pflege- und Betreuungsdienste im neu gegründeten St.-Joseph-Stift.
- Das katholische St. Theresienhaus in Vegesack wurde von 1927 bis 1989 von den Missionsschwestern vom Heiligen Namen Mariens, auch nach dem Sitz des Mutterhauses der Ordensgemeinschaft in Osnabrück-Nette als „Netter Schwestern“ bekannt, betreut. Einige Schwestern waren noch bis 1999 im katholischen St.-Elisabeth-Haus in Schwachhausen tätig.
- Von 1959 bis 2003 wirkten Frauen des Säkular-Instituts St. Bonifatius in Bremen und betreuen das Altenzentrum St. Michael in der Neustadt an der Kornstraße.
- Jesuiten kamen 1963 in das „Peter-Faber-Haus“ mit einer Kapelle in Schwachhausen am Schwachhauser Ring 151. 1990 wurde ihre Niederlassung aufgelöst.
- Holländische Patres betreuen ab 1963 die St.-Pius-Gemeinde in Huchting.
- Im Stadtteil Gartenstadt Vahr (Rethemer Straße) existierte von 2000 bis 2021 ein Konvent der indischen Marthaschwestern, die in der Caritas und Seniorenbetreuung tätig waren.
- Seit 2002 besteht das Birgittenkloster in Schnoor.
Literatur
- Niedersächsisches Klosterbuch. Band 1. 2012, mit Angaben zu allen mittelalterlichen Klöstern
- Wilhelm Tacke: Klöster in Bremen. Edition Temmen, Bremen 2005, ISBN 3-86108-545-3.
- Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.
- Dieter Hägermann, Ulrich Weidinger, Konrad Elmshäuser: Bremische Kirchengeschichte im Mittelalter, Hauschild, Bremen 2012, S. 377–418, ISBN 978-3-89757-170-9.